TransPortugal

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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Sonntag 4. Juni 2017, 10:16

Tag 3 Castelo Rodrigo nach Monfortinho, 90% Offroad 157Km total

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Nach der bekannten Morgenroutine ging es weiter ueber weite Tracks und sanfte Huegel.
Wir kamen durch einen versteinert aussehenden Wald. All Baeume waren dick mit Moos und Flechten bewachsen.
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Spaeter dann ging es direkt auf der Spanisch/Portugiesischen Grenze auf Breiten Feuerschneisen weiter.
Wir waren gut unterwegs bis zu dem Punkt an dem der 'Weg' abrupt extrem steil wurde.
Ein Blick aufs GPS zeigte dann das ein paar hundert Meter zurueck der eigentlich Track eine andere Richtung nahm ....!
Also umdrehen und wieder auf den Track zurueck. Dieser fuehrte uns dann via Serpentienen den Berg hinunter.
Meine Unterhose war allerdings schon ruiniert nach dem Notstop am Abgrund ;-)
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Der Rest des Tages war dann nurnoch schoenen Endurieren durch die Landschaft.
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Donna's Mopped zeigte einige Oelspuren ums Ritzel, klares Zeichen das entweder der Simmering oder der O-Ring der Ausgangswelle undicht ist.
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In Monfortinho fanden wir dann ein kleines Hotel. Die Besitzerin sprach gutes English und ein wenig Deutsch. Die Dusche hatte guten Druck und das Wasser war warm.
Was will man mehr?
Im Hotel Restaurant haben wir es uns dann gut gehen lassen, etwas teuer und das Steak war ein wenig zaeh, aber alles in allem ein guter Platz zum Uebernachten.
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Sonntag 4. Juni 2017, 10:22

Tag 4 Monfortinho nach Castelo de Vide 90% Offroad, 188Km total
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Nach einem massiven Fruehstueck ging es weiter. Irgendwie hatten wir jeden Morgen mehr und mehr platz in unseren Satteltaschen.
Entweder wir wurden besser mit dem Packen oder wir verlieren taeglich eininge Gepaeckstuecke .....?
Die Streckenmischung an diesem Tag war Perfekt.
Die ueblichen sanften weiten Tracks und einige Enduro Abschnitte eingeworfen. Und als Extra dann noch mittelalterliche Kopfsteinpflasterwege komplett ueberwachsen in engen Serpentienen die Berge hoch zu den alten Festungen.
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Hier sind wir dann ein paar Wanderern begegnet. Ich bereitete mich schon auf den verbalen Kampf vor als diese dann laechelnd winkten und uns vorbei liessen. :shock:
Eine voellig neue Erfahrung.
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UNd an diesem Tag trafen wir auf die ersten Tore auf den Wegen, damit das Vieh nicht streunen geht. Dazu noch eininge Wasserdurchfahrten, perfect um meine Reifen zu kuehlen damit die Mousses etwas laenger ueberleben koennen.
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Die Landschaft war gigantisch. Ueberall riesen Granitfelsen ein Zeichen der vulkanischen Vergangenheit dieses Landes.
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Am spaeten Nachmittag erreichten wir Castello de Vide, eine Kleinstadt mit zahlreichen Hotels. Allerdings hatten wir das Pech das an diesem Tag ein Fussbaltournier stattfand und alles ausgebucht war.
Wir sind dann auf einen kleinen Campingplatz ein paar Km aussarhelb ausgewichen.
Der Platz gehoert einem ausgewanderten Hollaender namens Dolph. Die Hollaender sind ja bekanntlich alle besitzer eines Campers und reisen viel, dem entsprechend waren die Waschraeume des Platzes dann auch sehr gut gepflegt.
Bier war im Keuhlschrank, Preis erstaunlich billig. Top Stop!
Endlich konnten wir auch unser neues Zelt ausprobieren.
Quechua QUICKHIKER ULTRALIGHT 3, 2.6Kg, 15x40cm Packmass. Das Innenzelt bleibt drin beim ein und auspacken, also trocken! Zwei Stangen und 6 Heringe (plus 6 wenns winding ist) und das Zelt steht in 5 Minuten wenn man sich Zeit laesst.
Empfehlenswert!!!
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Sonntag 4. Juni 2017, 10:56

Tag 5 Castello de Vide nach Elvas 90% Offroad, 120Km total
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Es war schon spaet als wir aus den Federn krochen. Ohne Fruehstueck haben wir dann gepackt und los ging es wieder.
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Es war fantastisch, Track after Track after Track ...
Schotter durch Blumenfelder, Granit Felsen und Mauern, Festung hier, Festung dort, Kopfsteinpflaster, Schotter ....
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Dann ueber weite Felder zu einer verlassenen Kaserne. Verlassen? Nicht ganz. Besiedelt von Stoerchen.
Weiter vorbei and Seen und Farmen.
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Am Nachmittag dann kam der Hunger und wir stoppten ca. 40Km von Elvas fuer einen leichten Snack[tm].
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Nach dem Snack dann weiter und sofort verlor sich der Track im Nirgendwo. Wir standen inmitten eines neuen Olivenhains.
Kein 2 minuten spaeter kam die Polizei und erklaerte uns mit Haenden und Fuessen das wir hier nicht sein duerften.
Als wir dann Umdrehen wollten gestikulierten die beiden Cops uns dann das wir Ihnen folgen sollten. Auf ging es zu einer Offroad fahrt durch den Hain, wilder als wir es alleine getan haetten, zur Strasse auf der anderen Seite.
Dort wurden wir dann verabschiedet. Nette Leute in Portugal!
Wir wurden langsam muede und der leichte Snack half da auch nicht, eher im Gegenteil.
Der Track auf dem GPS folgte von hier dann der Strasse nach Elvas, hoch zur Festung und dort dann im teuersten Hotel abgestiegen. Die Moppeds wurden sicher im Garten eingeschlossen und Abendessen viel aus.
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Sonntag 4. Juni 2017, 11:36

Tag 6 Elvas nach Beja, 10% Offroad, 157Km total
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Nach dem Fruehstuck ging es weiter. Wir folgten der EM511 zum Granzfluss Guadiana.
Dort folgte der Track dann dem Fluss bis zu einem verschlossenem Tor :-(
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Das war eine neue Erfahrung und kein weg drumherum. Also zurueck zur Strasse und zurueck nach Elvas und dann via ER373 umm den Track dann etwas spaeter wieder aufzunehmen.
Aber auch dort verschlossene Tore. Was nun?
Da die Oellache unter Donna's Mopped immer schneller wuchs und mein Mousse hinten etwas weich wurde entschlossen wir uns direkt nach Beja via Strasse zu fahren und um dort den KTM Haendler aufzusuchen.
Bei MotorXpro in Beja angekommen wurde es uns erlaubt die Werkstatt zu benutzen.
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Donna wechselte den Simmering und O-Ring
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und ich habe das Mousse gegen eine Michelin UHD 19" (18 war nicht am Lager) ausgetauscht.
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Ein riesen Dankeschoen an MotorXpro, Supernette Leute.
Wir buchten dann ein Hotel direkt um Eck und hatten so Gelegenheit unsere Mopped Sachen mal zu waschen.
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Sonntag 4. Juni 2017, 12:00

Tag 7 Beja nach Tavira 60% Offroad 260Km total
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Da uns die Zeit ein wenig davon lief, wir hatten beide einen Termin am 23ten zuhause, mussten also die Faehre am 20ten erreichen, entschieden wir uns die Hardenduro Route gegen die ACT/Touratech Big Bike Route zu ersetzen.
Die Enduro Route wuerde noch ca 3 Tage in anspruch nehmen, wobei die ACT Route uns am Abend an der Algarve sehen wuerde.
Die ACT Route war klasse.
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Weite Schotter Autobahnen durch verlassene Schwefelmienen und Huegel,
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ueber alte Bahnstrecken und Tunnel hinunter zur Kueste.
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Auf dieser Strecke trafen wir dann die ersten anderen Moppedfahrer.
Zwei deutsche BMW Fahrer auf der gleichen Route. Nach ein paar freundlichen Worten ging es dann weiter. Wir habe sie nie wieder gesehen .... :-) Waehren eines kurzen Kaffeestops ist eine weitere deutsche BMW mit einem Maedel an uns vorbei auf der Strasse.
Das Maedel haben wir dann in Travira am Ende der ACT wieder getroffen. Sie wartete auf die Beiden Jungz die wir Stunden frueher gesehen hatten. Kann sein das Sie noch immer dort ist ......!
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In Travira dann haben wir ein kleines B&B gefunden das einer Lady aus Manchester gehoerte. Hier gab es dann nach langer Zeit die erste gute Tasse Tee der Reise.
Ansonsten ist die Algarve doch ziemlich ueberbewertet. Teuer, dreckig, Leute fast schon unfreundlich. Touristisch halt.
Abendessen.
Donna hatte den Mixgrill Fischteller im hochgepriesenen Fisch Restaurant.
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Ich hatte den Mixgrill Fleischteller.
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Donna meinte das der Mix nicht wirklich gut war. Alle Fische waren aus der gleichen Familie, Papa, Mama, Kinder .....
Der Fleischteller war aehnlich, alles vom gleichen Schwein.

Also schnell zurueck zum B&B, tasse Tee und ab ins Bett. Morgen gehts dann wieder nach Norden...... !
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Re: TransPortugal

Beitragvon GG71 » Freitag 9. Juni 2017, 17:39

Hi Stefan,

vielen Dank und weiter posten :-)
War Dein Mousse neu oder schon gebraucht?
Ciao:
GG ;-)
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Freitag 9. Juni 2017, 20:24

Hi GG,

beide Mousses waren schon auf einer Rally und ein paar Greenlane Ausfluege.
Ca. 2 Jahre alt aber immer schoen trocken gelagert wenn nich benutzt und frisch gegeelt wenn eingebaut.

cu
Stefan
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Freitag 9. Juni 2017, 20:40

TP 8.JPG

Tag 8,
Heute mal ohne Fruehstueck, aber nach einer guten Tasse Tee ging es daran die moppeds zu packen.
Und wie jeden Morgen ein schneller Blick auf Kette, Reifen, Bremsen und Oel. Dabei sah ich das Donnas Bremsbelaege vorne komplett weg waren und Sie schon etwas laenger Metall auf Metall gebremst hatte.
Watt nu?
Es war 'Good Friday' oder Karfreitag und das in einem Erzkatholischen Land ....!
Naja, vielleicht haben wir ja Glueck und ein KTM Haendler nutzt den Tag im Shop zum Klar Schiff machen...
Also schnell den naechsten Haenlder gegoogled und los hing es, via Autobahn nach Loule.
Den KTM Haendler haben wir nicht gefunden, dafuer sind wir aber mitten in der Baja Loule, einer lokelen Rally gelandet.
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Hier haben wir dann doch noch einen Fahrer getroffen der Donna noch von der Dakar her kannte.
Sein Mechaniker hat dann mal eben schnell einen Satz neuer Belaege hergezaubert
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Nachdem die Moppeds dann gestartet waren sind wir auch los zurueck nach Beja via Strasse um Zeit gut zu machen.
Wir sind ueber kleinere Strassen gefahren die aller perfekt fuer 640 - 1190 sind.
Selbst auf den 450ern hats Spass gebracht.

In Beja sind wir im gleichen Hotel abgestiegen, Hotel Melius mit guter Klimaanlage und Tiefgarage.
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Re: TransPortugal

Beitragvon Happe » Freitag 9. Juni 2017, 20:54

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Tag 9

Frueh aus dem Bett, mal was neues :-)
Fruehstueck und los gings. via der ACT Route nach Norden.
Die Landschaft ist schlicht unvergesslich und die Tracks der ACT Route weite sanfte Schotterpisten auf denen man es fliegen lassen kann.
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Die ACT Route fuer Tag4 die wir heute an Tag 9 in Umgekehrter Richtung fuhren, startet, oder fuer uns endet am Alamal River Club nahe Belver. Der River Club hat ein Hotel angegliedert, Zimmerpreise sind allerdings eine Frechheit.
Wir haben uns dann noch etwas umgeschaut und haben 10Km entfernt in Alvega ein Hotel gefunden das einem englischen Gentleman gehoert. Das Solar de Alvega.
Sehr zu empfehlen. Fuer €50.- hat Paul uns in einem Apartment untergebracht und uns zum Abendessen eingeladen.
Die Moppeds waren direkt vorm Zimmer im Hof geparkt
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Der Wein und Bier floss reichlich und irgendwann gings dann ins Bett
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Re: TransPortugal

Beitragvon Roland K » Montag 10. Juli 2017, 19:17

Hallo Happe,

vielen Dank für Deinen bericht. Ich muss dieses jahr unbedingt noch die 690 Adventure ordentlich einweihen und das hör sich ja alles super an :D
Wo hattest Du die Offroad-Tracks her? Ich befürchte, dass es auf den ACT-Tracks gelegentlich langweilig werden könnte.

Hat noch jemand Lust? Könnte mir das für September vorstellen.

Grüße

Roland
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