(Rum-) Düsen in Südamerika

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(Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon tobi » Sonntag 22. November 2015, 18:25

Hoi zusammen. :-)

Habe mein Hauptziel erreicht und bin mittlerweile endlich in Chile gelandet. Warte jetzt sehnlichst auf die Ankunft meines Moppeds im Hafen.

Da ich schon in der Mongolei bei 2,5 bis 3 Tausend Metern Probleme mit der Motorleistung hatte, möchte ich unbedingt nochmal umdüsen (lassen), bevor ich mich in den Südamerikanischen Höhenrausch begebe.

Aktuell:
Mikuni BST 40, Originalbedüsung, offener Lufi (Seitendeckel und Schnorchel), Akra Slip On

Was würdet Ihr als höhentaugliche Vergasereinstellung empfehlen?

Beste Grüße aus Valparaíso,
tobi

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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon Berg_Zwerg » Sonntag 22. November 2015, 19:21

Hallo ;-)
erst mal mein neid hast du :D war vor 2 jahren ohne Mopped 2 Monate in südamerika unerwegs, und wäre am liebsten immer ausem Bus gehüpft, und dann irgendwo n Mopped geklaut und lsogefahren :P
Also Viel Spass ;-) geniess es ... :D
zu der bedüsung nadeln gibts glaube ich keine alternativen beim BST 40,
dass du die einstellung der GRS Schraube anpasst setzte ich jetzt einmal voraus.
dann könntest also nur die Hauptdüse wechseln.
in den Höhenlage würdest ja ne Kleinere Hauptdüse brauchen,
dann hast aber Problem dass z.b in den Wüsten der Motor so Mager läuft dass er schneller Überhitzt. da ein Fetteres gemisch ja kühlend wirken würde im Motor.
Kommt eben auch darauf an was du fahren willst ?
aber definiere mal noch Leistungsprobleme in den Höhen von 3000müM?
einen gewissen Leistungverlust ist nicht zu Verhindern mit dem haben die Dakar Piloten Teils auch zu "Kämpfen".
Lg Sam
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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon tobi » Montag 23. November 2015, 23:46

Hi Sam,

jau bin sehr gespannt und sitze echt auf heißen Kohlen hier. :D
Zum Teil konnte ich den Motor nur mit Dauergas in hoher Drehzahl vom Sterben abhalten.
Und das wie gesagt schon ab 2,5.
Joa, mit der GRS kann ich natürlich arbeiten und sehe das Problem mit zu kleiner Düse im Tiefland, das Du ansprichst.
Würde mich interessieren, ob und wie andere das gelöst haben...

Beste Grüße,
tobi
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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon Ralf Kiefer » Dienstag 24. November 2015, 00:24

tobi hat geschrieben:Zum Teil konnte ich den Motor nur mit Dauergas in hoher Drehzahl vom Sterben abhalten.
Und das wie gesagt schon ab 2,5.

Da ist nicht die Bedüsung falsch, sondern was anderes vermutlich verschlissen. Dein Membranvergaser ist relativ unempfindlich auf solch "mickrige" Höhen. Anders sieht's aus mit den "Männervergasern"[tm] vom Schlag eines DellOrto PHM40 in Höhen ab 3000m.

Schau Dir das Innenleben an! Verschleißfreudige Teile kennt der Mikuni-Membranvergaser einige. Ich kenne den nicht aus eigener Beschraubung und verweise der Einfachkeit halber auf die diversen Diskussionen hier im Forum dazu. Wie lange fährst Du bereits die Düsennadel? Weißt Du, wie dünn die oben an ihrer dünnsten Stelle derzeit ist? Es sind schon welche abgebrochen BTW mit nicht so tollen Folgen für den Zylinderkopf. Eine Membran kann auch mal kaputtgehen o.ä.. Also schau rein! In Santiago ist ein großer, guter KTM-Händler. Dort solltest Du Teile und Ratschläge bekommen.

Als kleinen Hinweis: die Zeitschrift MotorradAbenteuer testete damals eine LC4 Enduro mit Mikuni gegen eine MZ Baghira in Bolivien. Aussage der Tester: beide sind dort oben auf 5500m noch gelaufen. Leistungseinbuße über die Hälfte, aber gelaufen, und besser als die Fahrer, betonten sie.

tobi hat geschrieben:Würde mich interessieren, ob und wie andere das gelöst haben...

Mit Membranvergaser kann ich aus eigener Erfahrung nur mit der Affentwin punkten, mit der ich in den Alpen auf exakt 3000m war. Die hatte keine Probleme. Auch das ständige Herumfahren in Persien auf 2000 - 2500m war nicht erkennbar. Von anderen Affentwinfahrern weiß ich, daß sie in den Anden die >4000m-Pässe fuhren und zwar von Leistungseinbuße berichteten, aber nicht von massiven Problemen.

Gruß, Ralf
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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon Berg_Zwerg » Dienstag 24. November 2015, 16:11

naja ich kann mich da dem Ralf nur anschliessen..OK dass wären dann also echt grobe Probleme, welche Vermutlich nichts mit der Vergaserabstimmung zu tun haben
Ich mein hier Fahren viele mit ner lc4 auch mal Pässe bis auf 2.500 - 3000 und es gibt da auch nie Probleme...
Aber in unteren Lagen ( 1000müM ) läuft sie einwandfrei ?
springt gut an ?
alles wie es sein sollte ?
Lg Sam
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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon kartman » Mittwoch 25. November 2015, 14:15

Meine 99er Rally hat dank verschlissener Steuerkette und somit verstellten Steuerzeiten auf dem Großglockner auch mal extrem das Stottern angefangen und ging ständig aus :roll:
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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon Ralf Kiefer » Mittwoch 25. November 2015, 15:15

Berg_Zwerg hat geschrieben:OK dass wären dann also echt grobe Probleme, welche Vermutlich nichts mit der Vergaserabstimmung zu tun haben

Mal mal nicht den Teufel an die Wand! ;-) Ein paar verschlissene Kleinigkeiten im Vergaser können den Motorlauf ziemlich durcheinanderbringen. Wenn Tobi ohne Werkzeug raushören kann, ob die viel zu mager oder viel zu fett lief, wäre schon was gewonnen.

Wg. Steuerkette: die sind wenig auffällig, statistisch betrachtet. Da kennt der typische LC4-Motor ganz andere Schwächen :-(

Gruß, Ralf
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Re: (Rum-) Düsen in Südamerika

Beitragvon Berg_Zwerg » Mittwoch 25. November 2015, 18:12

naja um Missverständnisse zu elimieren ;-)
Vergaserabstimmung hatt für mich nur mit dem Düsensetup zu tun, nicht mit evtl schäden am Vergaser oder dessen bauteile, dass ist grundvoraussetztung dass man ne ordentliche Vergaserabstimmung machen kann.
Wir meinen das Selbe :D
naja wi schon gesagt ... mal bissel rumfahren und Testen, oder auch mal n Blick auf die Kerze werfen ;-)
tank muss ja e ab...
LG Sam
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