Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

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Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon ingenieur » Sonntag 23. März 2014, 21:21

Hallo zusammen,

nachdem ich letztes Jahr bereits die erste Woche (Sandschnuppewoche) mit Rollo-Tours in Tunesien mitgemacht habe, wollte ich dieses Jahr die zweite Woche machen bei der das Ziel der See ist. Organisator ist Romina mit ihren Vater Richard. Motorrad Guide ist Werni (auch hier im Forum und im SKAC).

Tag 1, Ffm => Djerba Ich fahre um 15.00 Uhr zum Rhein-Main Airport und stelle mich in die Schlange am Schalter. Es fängt schon wieder an, das Fremdschämen, die deutschen Rentner sind echt unerträglich. Ich habe bewusst die ganze Zeit in den I-Pod in den Ohren, damit ich das dämliche Geschwätz nicht ertragen muss. Der Check-In dauert etwas länger, nachdem die erste Durchsage kommt: „ Die Passagiere des Flugs nach Djerba bitte zum boarding“, bekommen die ersten Touris Panik an der Sicherheitskontrolle, dass der Flieger ohne sie losfliegt. Am Ende sitzen wir noch 30 min rum, bis der letzte im Flieger ist.
Ich lande um 22.30 Uhr mit 30min Verspätung in Djerba. Es sind 12° und es regnet. Richard holt mich am Flughafen ab und wir fahren in Hotel. Dort warten noch Romina, Werni und Erwin. Erwin ist auch ein Teilnehmer, er hat sich allerdings in der ersten Woche schon am Bein verletzt und ist nun Beifahrer bei Romina im Nissan Navara.
Wir trinken noch ein Bier und verabreden uns zum Frühstück. Meine Sachen hat Werni schon aufs Zimmer gebracht (Thx)

Tag 2, Djerba => Ksar Ghilane: Beim Frühstück treffe ich die anderen Teilnehmer, Manu ( 400 EXC) und Hans (450 EXC). Hans ist 74 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Es ist immer noch kalt. Wir fahren vom Hotel aus erstmal zur Tankstelle, damit ich meine Reifen aufpumpen kann, das hatte ich vor der Tour verpennt. Zum Glück sind die Straßen wieder trocken. Ich habe schlechte Erfahrungen mit tunesischen Asphalt, Regen und Michelin Desert.
Wir fahren über den Damm aufs Festland. Entlang des Strandes ist es extrem glitschig, die Mischung aus Sand, Salz und Regen ergibt irgendwas in Richtung von Schmierseife.
Wir fahren zügig Richtung Medinine, dort wartet Romina mit Erwin mit dem Mittagessen auf uns. Auf dem Weg in die Oase halten wir noch mal an, um einen Tee zu trinken. Gegen 14.30 Uhr kommen wir in der Oase an. Werni möchte als Vorgeschmack zum Fort rausfahren. Ich will eigentlich nicht so richtig, aber ich fahre trotzdem mit. Werni, Manu und ich fahren entlang der Piste raus zum Fort, obwohl es dieses Jahr keine erkennbare Piste gibt. Es war wohl windig die letzten Tage. Nach der dritten Düne mache ich mich das erstmal lang, ich frage mich: “Wie war das noch mit Sand fahren? Achja, im Zweifel mehr Gas.“ Es läuft gut, nach 5 min sind wir am Fort. Werni und Manu spielen in den Dünen, ich halte mich zurück und fahre nur einmal eine große Düne hoch und runter. Wir fahren zurück in die Oase direkt durch die Dünen, es sind ja nur 3.2km. Nach 1.5km gibt Manu’s EXC das erste Mal Rauchzeichen. Wir fahren weiter, da wir einer Kamelspur folgen läßt es sich gut fahren, es ist aber trotzdem anstrengend.
Nachdem wir zurück sind, bereiten wir die Motorräder und den Nissan für den nächsten Tag vor. Später treffen wir drei Sizilianer, Roberto, Carmelo und Enzo mit ihren originalen Toyota Hilux Bj.88 und 3 Sportenduros unterwegs sind. Die Drei waren schon einmal mit Romina am See und fragen ob sie sich uns anschließen können. Da wir keinen Platz mehr auf dem Nissan haben, wird kurzerhand beschlossen, dass Richard den Hilux zum See fährt (ein Glücklicher Zufall wie sich später noch zeigen wird).

Tag 3, Ksar Ghilane => See: Wir haben einen einheimischen Guide, der mit dem Quad den Weg für die Autos sucht. Wir fahren um 8.30 los, es ist bedeckt, kalt und der Sand ist noch feucht. Wir fahren zum Camp Zmela, wo wir kurz anhalten um die Luft aus den Autoreifen zu lassen. Enzo hat schon einen Platten am Vorderrad, Werni hilft ihm den Schlauch zu wechseln. Das Ganze geht nicht so flott. Der Ausbau der Achse dauert 10min und benötigt 3 Leute. Der Wartungszustand von Enzo’s Töff hat noch „Verbesserungspotential“.
Wir steigen in die Dünen ein, laut Navi sind es 60km Luftlinie bis zum See, es fährt sich super, der Spass ist maximal. Zwischendurch freut man sich, wenn sich ein Auto eingebuddelt hat, da man etwas Zeit zum Verschnaufen hat.
Richard sagt: “Wenn wir es bis 12.00 Uhr zum Kamelbrunnen schaffen, dann schaffen wir es auch heute bis zum See. Es sind ca. 12 Dünengürtel, das hier ist der Erste und Größte.“
Ich sage nur:“ Aha“ und denke mir: „War das so schlau diesen Urlaub zu buchen?“
So langsam kommt die Sonne raus, der Sand trocknet ab und wird weicher. Wir fahren mit den sieben Töff’s unseren eigenen Weg, die Autos fahren in der Spur des Guide. Als die Dünen flacher werden, kommen wir in eine Ebene, dort ist der Kamelbrunnen.
Um 12.30 sind wir am Kamelbrunnen. Richard sagt: „Machen wir ein schnelles Mittagessen, dann schaffen wir es noch zum See.“ Ich schaue auf’s Navi, noch 20km Luftlinie zum See, der Tacho zeigt bis hier ca. 55km Fahrstrecke an, irgendwie zweifele ich schon stark daran, dass wir es noch schaffen, die Kondition lässt schon nach.
Wir fahren weiter, jetzt kommen die echt anspruchsvollen Dünengürtel und der Sand wird weicher, es ist brutal anstrengend. Zwischen den Dünengürteln kommen immer wieder Ebenen in den man sich etwas entspannen kann. Aber es wird knapp. Um ca.16.30 sind es noch 3 km Luftlinie zum See und noch ein Dünengürtel. Romina fragt in die Runde:“ Könnt ihr noch? oder wollen wir vor dem See campen?“ Wir wollen es weiter versuchen. Ich bin ziemlich am Ende meiner Kräfte, fahre schon nur noch der Autospur hinterher. 600m vor dem See kommen noch einmal schwierige Dünen, Werni muss mir, Manu und Hans teilweise beim Bergen helfen. Ich buddele die Husky kurz vor den See in einer Düne ein und habe keine Kraft mehr sie raus zu schieben. Werni hilft mir und sagt: “GAS! Steffen GAS!“ Mit einem Gewaltschrei: „ARRRGHHH, das kann doch nicht sein, dass ich das nicht mehr schaffe, so kurz vor dem Ziel“ motiviere ich mich selbst. Wir kommen um 17.30 Uhr am See an. Der Tacho zeigt ca. 85km Fahrstrecke. Ich bin total fertig. Ich ziehe die vor Schweiss triefenden Klamotten aus und ziehe erstmal ein trockenes Shirt an. Ich denke mir „Oh Gott wir sind da.“
Romina treibt uns an. „ Baut eure Zelte auf solange es noch hell ist, dann könnt ihr planschen gehen.“ Ich baue mein Zelt auf, ziehe die Badehose an und lege mich in den See.
„Super, warmes Wasser für die geschundenen Glieder.“ Ich schaue dem Guide zu wie er Fladenbrot im Sand bäckt.
Beim Abendessen unterhalten sich Werni, Romina, Richard mit Roberto und sagen des Öfteren: „Morgen kommt die Geronimo-Düne.“ Ich denke mir nur: „Was soll schon noch Schweres kommen, nach diesem Tag?“
Nach dem Abendessen gehe ich früh in mein Zelt und stelle fest, dass die Ventile meiner Downmat undicht sind. „Grmpft“.

Tag 4, See => Timbain: Wir fahren wieder früh los, es geht genau so weiter wie es am Tag zuvor geendet hat, nur das der Sand jetzt noch weicher ist. Ich frage noch mal in die Runde:
„Wer hat noch mal gesagt „Nur der Weg zum See sein schwierig“, zum Timbain geht’s dann wieder?“
Ich fahre in den Autospuren, da das der einfachste Weg ist, mir hängt der Vortag noch kräftig in den Knochen. Nach ca. 1.5 Stunden komme ich oben auf einen Dünekamm an und verstehe jetzt was die Anderen mit Geronimo-Düne gemeint haben. Die Düne ist ca. 30m hoch und einfach nur sausteil. Die Dünen geht aber in eine Ebene über. Die beiden Autos und Hans sind schon unten, glaube ich zumindest, von dort oben sehen die Autos aus wie aus einem Ü-Ei.
Ich denke mir: „Hhmm so steil und weicher Sand, da fährst du besser mal einen Gang höher“, den Fuss noch einmal hoch, der Dritte Gang ist drin. Ich fahre los und merke schon nach 5 Sekunden, dass das nicht wird, da ich viel zu schnell bin. Am unteren Ende der Düne ist ein kleiner Huggel, der mit aushebelt, noch den Lenker in der Hand gibt mir eine kleine Düne noch mal einen Kick nach oben. Nun habe ich den Lenker nicht mehr in der Hand. Während ich in der Luft bin kommt mein Töff rechts an mir vorbei geflogen und ich denke: „Gleich wird’s richtig schmerzhaft.“
Nach gut 10m Flugstrecke berühre ich zu ersten Mal den Boden mit der linken Hand, mit dem Kopf voran überschlage ich mich, lande einmal auf den Rücken, dabei platzt mein Camelbag, ich komme auf dem Bauch zum liegen und denke als Erstes: „Du Idiot, warum fährst du die größten Düne in einem größeren Gang als alle anderen zuvor?“
Ich keuche als wenn ich gerade 50 Liegestütz gemacht hätte. Mund, Nase und Augen sind voller Sand.
Ich probiere alle Gliedmaßen nacheinander durch, ob noch alles funktioniert: Füße, Beine Hüfte, Schulter, Arme, alles OK. „Hui, Schwein gehabt nix kaputt gegangen“, denke ich. Rechte Hand OK linke Hand AUTSCH, nicht so richtig OK.
Romina, Erwin und Hans kommen angerannt und fragen ob alles OK ist, Ich sage: „Ich glaube schon, aber ich brauche noch ein paar Minuten“. Währenddessen kommt der Rest oben auf der Düne an und fragt sich warum ich den Weg nicht freimache.
Ich richte mich auf, ziehe den Helm und die Handschuhe aus, Erwin gießt mir Wasser in die Hände damit ich meine Augen auswaschen kann. Hans hat schon mein Töff aufgerichtet. Ich schaue meine Hand an, die schon anfängt dick zu werden. Ich stehe auf, Romina fragt, ob alles klar ist und ob ich noch fahren kann, ich sage: „ Nein, ich kann die Hand nicht mehr schließen.“ Ich bekomme einen Verband mit einer guten Portion Voltaren-Salbe.
Die anderen Töfffahrer sind auch angekommen, nachdem klar ist, dass ich nicht weiterfahren werden, fangen sie schon mal an mein Töff auf den Hilux zu laden.
Irgendwie scheint die Husky 10cm länger zu sein als eine EXC, daher steht der hintere Kotflügel an der Heckscheibe des Hilux an und würde Diese an der nächste Bodenwelle eindrücken. Enzo hält ein Messer hoch, ich nicke, der Kotflügel muss 10 cm Länge lassen.
Nachdem ich die Crossklamotten ausgezogen habe (die ziemlich nass vom geplatzten Camelbag sind) darf ich im Hilux Platz nehmen. Ab jetzt bin ich Beifahrer.
Der Sand ist nun so weich, dass die Töff in der Ebene nur noch mit anschieben in Bewegung zu bringen sind, der Hilux schafft es im zweiten Gang mit Untersetzung gerade noch so, wir sind froh, dass wir wieder zu Dünen kommen, dort ist der Sand tragfähiger.
Ich habe kaum Erfahrung mit Autos im Sand und bin erstaunt wo ein Auto im Sand überall hochfährt. Da ich größer bin als Richard kann ich weiter schauen als er und fange schon nach 10 min Fahr an Ihn mit beim Fahren zu „unterstützen“: „Hart Links, Gas, Achtung der Nissan steckt, usw.“ Ob’s geholfen hat?
Wir halten zum Mittagessen, die Sizilianer haben stilecht nur Salami, Brot, einen Brocken Käse und mehrere PET-Flaschen „Traubensaft“ dabei. Enzo hat in jeden freien Minute eine Zigarre im Mund stecken, die er vor Abfahrt sauber mit einem Zigarrenschneider ausmacht und in seine Gürteltasche steckt. Wo er sie beim nächsten Halt griffbereit hat.
Es geht weiter, der Sand wird mehlig, selbst der Guide kommt zweimal nicht die Düne hoch und muss eine Alternativroute suchen.
Kurz vor dem Camp Mars nehmen wir noch mal Aufstellung für ein Foto, dann ist es geschafft. Wir trinken noch einen Tee im Camp und fahren zum Timbain.
Angekommen fange ich an meine Klamotten, die überall auf und im Hilux liegen, zu sortieren. Es ist völlig windstill. Der Aufbau des Zelts ist mit einer Hand echt nervig. Die Synmat aufpumpen geht mit einer Hand sowieso nicht, aber das brauche ich ja auch nicht weil sie ohnehin die Luft nicht hält.
Bevor die Sonne untergeht laufen wir auf das Plateau hoch und machen jede Menge Fotos.
Wir kochen das Abendessen, OK eigentlich leuchte ich nur und esse die Zutaten zur sizilianischen Pastasoße, mehr bekommen ich ja mit einer Hand nicht hin. Der Guide bäckt Fladenbrot. Wir essen gemeinsam zu Abend und setzen uns noch ans Lagerfeuer.
In der Nacht frisch der Wind kräftig auf.

Tag 5, Timbain => Ksar Ghilane: Ich wache mit einem gesunden Ganzkörperschmerz auf. Der Sturz hat wohl nicht nur die Hand sondern auch anderen Teile leicht geschädigt. Aber die Hand ist etwas weniger dick. Ich kann schon fast wieder Knöchel erkennen.
Es ist sehr windig, das Frühstück knirscht zwischen den Zähnen. Erwin hat heute Geburtstag. Manu und Hans wollen wissen wie weit es noch ist, ich sage: “Da kommt nichts mehr Schlimmes, nur noch einmal 3 km Dünen, aber alles Kinderkram. So war es jedenfalls 2010, als ich hier war.“
Irgendwie haben sich die Verhältnisse seit 2010 geändert, es sind sehr viele Dünen bis zum Zaun des Parks. Wir fahren entlang des Zauns zum Café. Einige Töfffahrer probieren ihren Mut aus, es werden Werte von 157km/h genannt.
Um 11.00 Uhr halten wir am Café an um einen Tee zu trinken, aber es ist soviel Sand in der Luft, dass wir schnell weiter wollen.
Wir beschließen bis Ksar Ghilane weiterzufahren. Zwischendurch müssen wir noch den Hilux und einige Töffs betanken. Wir bleiben zwischen einigen Dünen hängen und müssen Luft aus den Reifen lassen. Da wir bei dem Wind nicht wieder Pumpen wollen, fahren wir etwas langsamer. Werni fährt sich einen Nagel ein und hat hinten einen Platten. Aber man kann auch mit einem platten Desert fahren.
Wir kommen um 13.00 Uhr in Ksar Ghilane an. In der Oase ist weniger Sand in der Luft. Wir essen zu Mittag und gehen gemeinsam in den Pool. Leider bringt das Baden im Pool nur wenig, da man schon vor dem Abtrocknen wieder „paniert“ ist.
Wir essen gemeinsam zu Abend. Der Wind hat die Plane vom Berberzelt geweht in dem Werni und ich schlafen, selbst im Zelt hängt der Staub in der Luft. In der Nacht kommt ein Gewitter und Werni und ich müssen schnell unsere Sachen aufräumen damit nicht alles nass wird.

Tag 6: Ksar Ghilane: Ich kann zwar die Hand wieder schließen, aber wenn ich von oben auf das Handgelenk drücke gibt es eine Stelle die noch weh tut, trotzdem sage ich jedem der fragt was mit der Hand ist: „Schon wieder besser, da ist bestimmt nix kaputt, sonst könnte ich die Hand ja nicht wieder bewegen.“
Werni, Manu und Hans fahren raus zum Fort. Mein Töff kommt in den Sprinter.
Wir bekommen zwei neue Nachbarn, zwei Spanier, einer mit einer Kawa KLR und einer mit einer 1200’er GS mit Straßenreifen.

Tag 7, Ksar Ghilane => Djerba: Ich fahre im Sprinter mit, die Töffs und der Nissan fahren alles auf Pisten, wir versuchen soviel Asphalt zu fahren wie möglich. Wir verabreden uns in Medinine zum Mittagessen. In Medinine treffen wir die beiden Spanier aus Ksar Ghilane. Manu fährt zwischen dem Nissan und dem Sprinter auf der Straße. Hans ist immer noch nicht satt und fährt mit Werni am Strand entlang. Wir kommen am Hotel an, ich freue mich auf eine Dusche mit Nicht-Schwefelwasser, denn sobald kein Wind geht fängt es irgendwie an zu stinken.
Leider ist unser Zimmer noch nicht fertig, daher helfe ich Romina, Erwin, Werni und Richard beim Beladen des Nissan und Sprinters. Wir verabreden uns für 19.15 Uhr zum Abendessen.
Nachdem alles verladen ist, gehe ich endlich duschen, nach dem dritten Mal Haare waschen kommt kein Sand mehr und ich habe noch einen Satz saubere (leicht sandige) Unterwäsche. WOOHOO!!!
Nun kommt die härteste Stunde des ganzen Urlaubs, Abendessen vom Buffet unter deutschen Rentnern. Ich beschließe die deutsche Staatsbürgerschaft abzugeben!
Wir gehen noch in die Bar um eine Shisha zu rauchen und etwas zu trinken. Da Hans, Werni und Manu schon um 7.00 Uhr nach Zürich fliegen und mein Flieger erst um 15.00 Uhr geht, verabschieden wir uns schon am Abend.

Tag 8, Djerba => Ffm: Ich muss erst um 12.30 Uhr zum Flughafen, deswegen kann ich ausschlafen und noch mal duschen. Ich bringe noch die Tasche mit Wernis Klamotten zu Nissan. Der Sprinter hat einen Platten, ich helfe Richard noch beim Wechseln der Rades und gehe dann frühstücken. Um 9.00 Uhr verabschiede ich mich von Romina, Erwin und Richard, die Richtung Tunis aufbrechen. Da das Wetter zu kalt ist um am Pool zu liegen, laufe ich noch 2 Stunden lang durch Djerba, bevor im zum Flughafen fahre. Der Taxifahrer kann nicht aus seiner Haut und verlangt erstmal den Doppelten vom vereinbarten Fahrpreis. Wir einigen uns aber. Um 20.00 Uhr bin ich wieder zuhause.

Trotz des Sturzes war es ein super Erlebnis.

Da das Handgelenk zwar nicht mehr dick war, aber komische Geräusch beim Bewegen gemacht hat, war ich am Freitag dann doch mal beim Arzt. Es ist gebrochen und ich darf jetzt 6 Wochen lang einen Gips tragen.

Videos folgen.

Gruss Steffen
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon Wolfgang » Montag 24. März 2014, 06:37

cool, danke für den bericht! tunesien würd mich auch wieder mal reizen…
gute besserung deiner hand, hoffentlich wächst alles gut zusammen!
grüße aus österreich, wolfgang
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http://www.youtube.com/user/womat
Wolfgang
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon el_heinzo » Montag 24. März 2014, 08:49

Super Bericht! Die Aktion mit dem Kotflügel kann ich mir richtig schön Bildlich vorstellen :mrgreen:

Das mit den Deutschen Rentnern habe ich auch mit eigenen Augen gesehen und habe es nicht für möglich gehalten. 18.30 macht der Speisesaal auf und 18.00 drücken sich die Rentner schon die Nase an der Glastür platt :roll: :roll:

Dir auf jedenfall gute Besserung! Ansonsten warst du mit dem Anbieter zufrieden?

gruß christoph
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon ingenieur » Montag 24. März 2014, 09:23

Hallo Christoph,
´
ich kann Rollo Tours zu 100% weiterempfehlen. Romina macht einen super Job. Werni kannte ich vorher schon durch den SKAC.
Man muss sich aber vorher klar sein, das TN Urlaub eben "anderst" ist, aber deswegen sind wir ja hier im Forum und nicht im Porsche Cayenne Owners Club.

Gruss Steffen
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon david » Montag 24. März 2014, 09:50

ingenieur hat geschrieben:Ich habe schlechte Erfahrungen mit tunesischen Asphalt, Regen und Michelin Desert.


Und ich dachte bis heute, Du hättest Dich nur aus Solidarität neben mich auf die Autobahneinfahrt geworfen.

Gute Besserung!
david
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon kartman » Montag 24. März 2014, 10:05

Moin Steffen,

Danke für den tollen Bericht, versüßt einem den Montagmorgen auf der Arbeit doch ungemein :mrgreen:
Ich seh nur keine Fotos ? ;) DIe Tour kostet also knapp 2000 Euro inkl. Flug ab Zürich ?
Dann muss man ja das Motorrad vorher noch da hin und nachher wieder zurück fahren bzw. liefern lassen :oops:

Gruß, Martin
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon ingenieur » Montag 24. März 2014, 10:40

@ David: Ich mache dir nur alles nach, incl. auf die Fresse legen.
@ Martin: ca. 2200€ je nach Wechselkurs incl. Flug, Flughafen mehr oder weniger nach Wahl, ich fliege immer von Ffm. Das Motorrad muss 4 Wochen vorher nach Kloten (bei Zürich) gebracht werden und eine Woche später wieder abgeholt werden. Allerdings lasse ich das Töff bisher immer beim einem Schweizer stehen und hole es später ab oder lasse es bis zum nächsten Event des SKAC stehen.

Obwohl es jede Menge andere (deutsche) Anbieter gibt, fahre ich trotzdem immer wieder mit den Schweizern. Wir haben zum Beispiel in Ksar Ghilane eine deutschen Veranstalter getroffen, die waren mit zwei LKW's und 20 Motorrädern unterwegs, allerdings konnte ich mit den Leuten kein wirkliches Gespräch zustande bringe. Irgendwie ist mir eine kleine Gruppe mit einem gemeinsamen Verständnis eines solches Urlaub lieber, als eine Meute gasgeiler EXC-Treiber, die sich in Tunesien aufführen wie die Schweine (laute Musik und Bierfässer). Da gibt es leider sehr viele negativ Beispiele:(

Gruss Steffen
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon Ralf Kiefer » Montag 24. März 2014, 21:28

Hallo Steffen!

Erstmal alles Gute, daß das mit der Hand bald wieder funktioniert. Solange kannst ja Recluse fahren ;-)

Du hast für das Geld allerdings nur recht wenige km zusammenbekommen, wenn ich mal aufsummiere :-(

ingenieur hat geschrieben:Wir haben zum Beispiel in Ksar Ghilane eine deutschen Veranstalter getroffen, die waren mit zwei LKW's und 20 Motorrädern unterwegs, allerdings konnte ich mit den Leuten kein wirkliches Gespräch zustande bringe. Irgendwie ist mir eine kleine Gruppe mit einem gemeinsamen Verständnis eines solches Urlaub lieber, als eine Meute gasgeiler EXC-Treiber, die sich in Tunesien aufführen wie die Schweine (laute Musik und Bierfässer). Da gibt es leider sehr viele negativ Beispiele:(

Ich glaube nicht, daß das ein Problem der Nationalität ist. Idioten findest Du sicher auch bei Schweizern und nette Leute bei Deutschen. Da hängt's eher vom Veranstalter ab, wie er sich und seine Angebote an die richtige Zielgruppe bringt.

Gruß, Ralf
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon david » Montag 24. März 2014, 22:01

Ralf Kiefer hat geschrieben:Ich glaube nicht, daß das ein Problem der Nationalität ist. Idioten findest Du sicher auch bei Schweizern und nette Leute bei Deutschen. Da hängt's eher vom Veranstalter ab, wie er sich und seine Angebote an die richtige Zielgruppe bringt.


Meine volle Zustimmung! Meine erste "richtige" Tunesientour war ich mit dem Deutschen Veranstalter Sepp Kirzel (Sahara Tours, gibt es leider nicht mehr) da. Der Mann war als Tourguide grossartig! Die von Dir beschriebenen Anbieter haben wir auch getroffen. Besonders gefallen haben mir die grossen Lautsprecher und der Generator in der Nacht…

Gruss David
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Re: Reisebericht Rollo Tours Erlebnis Sahara

Beitragvon kartman » Dienstag 25. März 2014, 09:57

Ja in kleiner Gruppe und mit etwas Rücksicht auf das Umfeld ist das schon angenehmer ...
Andere Sache: nach sanitären Einrichtungen brauche ich ja gar nicht zu fragen ? :mrgreen:
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